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Die Geschichte der Klinik

Die erste kleine stationär-psychiatrische Versorgungseinheit in Augsburg befand sich seit den späten 50er Jahren unter der Leitung von Medizinaldirektor Dr. W. Albrecht im damaligen Westkrankenhaus. 1971 beschloss der Bezirk Schwaben, ein eigenständiges psychiatrisches Krankenhaus in direkter Nachbarschaft zum Zentralklinikum zu errichten.

Dafür waren zunächst 400 Betten geplant. Den kurze Zeit später ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewann 1974 ein dänischer Architekt. Erst 12 Jahre später - im Jahr 1986 - erfolgte dann der Spatenstich zur Errichtung des Bezirkskrankenhauses Augsburg.

1. Bauabschnitt

Nachdem 1982 nach Inbetriebnahme des Zentralklinikums das damalige Westkrankenhaus und auch das Hauptkrankenhaus aufgelöst wurden, fanden die 30 psychiatrischen Betten des Westkrankenhauses im Zentralklinikum eine vorübergehende Bleibe. Am 1. Oktober 1989 konnte nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes (Haus A und B) das Bezirkskrankenhaus mit insgesamt 80 Betten in Betrieb genommen werden.

Ärztlicher Direktor wurde Prof. Dr. Max Schmauß, Verwaltungsleiter Winfried Eberhardinger, die Pflegedienstleitung übernahm Alfred Lorenz, der 2002 in den Ruhestand ging.

Neben zwei Intensivstationen und zwei offenen allgemeinpsychiatrischen Stationen wurde im 1. Bauabschnitt auch eine Institutsambulanz vorgehalten. Wie zu erwarten, erwies sich die Bettenkapazität von 80 Betten als viel zu gering, um eine adäquate stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung des Großraums Augsburg zu gewährleisten. Patienten aus Augsburg und Umgebung mussten deshalb weiterhin in den Bezirkskrankenhäusern Kaufbeuren und Günzburg behandelt werden.

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Baustelle für den ersten Bauabschnitt


2. Bauabschnitt

Die Beendigung des 2. Bauabschnittes am 1. Oktober 1995 (Haus C und D) bildet einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Klinik, da neben weiteren 80 Betten auch ein umfangreicher arbeits- und beschäftigungstherapeutischer Bereich sowie eine Turnhalle, ein Schwimmbad und Außensportanlagen in Betrieb genommen werden konnten. Neben Spezialstationen für die Behandlung depressiver, schizophrener sowie alkohol- und medikamentenabhängiger Patienten wurde auch eine verhaltenstherapeutisch orientierte allgemeinpsychiatrische Tagesklinik mit 20 Behandlungsplätzen eingerichtet.

3. Bauabschnitt

Nach Abschluss der 3. Bauphase am 1. April 1999 (Haus E und F) konnte das therapeutische Angebot des Bezirkskrankenhauses Augsburg durch jeweils 2 Kriseninterventions- und gerontopsychiatrische Stationen mit wiederum 80 Betten ergänzt und zugleich eine Psychotherapiestation in Betrieb genommen werden, die seither im Haus A untergebracht ist.

4. Bauabschnitt

Als letztes Teilprojekt wurde schließlich am 1. Oktober 2000 die Drogenklinik (Haus S) mit einer 20 Betten umfassenden Station, zwölf tagesklinischen Plätzen und einer speziellen Institutsambulanz für Drogenabhängige in das Bezirkskrankenhaus Augsburg integriert. Mittlerweile kann durch eine Spezialisierung der Institutsambulanz in einen allgemein- und gerontopsychiatrischen Bereich sowie einen Alkohol- und Drogenbereich dem stetig wachsenden Bedarf nach ambulanter Betreuung psychisch Kranker Rechnung getragen werden. Eine Dependance der Drogenambulanz befindet sich zudem in der Augsburger Innenstadt.

Das Bezirkskrankenhaus Augsburg präsentiert sich heute als moderne Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klinikum Augsburg in modernen und architektonisch ansprechenden Räumlichkeiten. Diese Nähe zum Klinikum Augsburg erweist sich als besondere Chance, ermöglicht sie doch eine intensive Zusammenarbeit aller medizinischen Fachdisziplinen. Die auch vertraglich festgelegte interkommunale Zusammenarbeit dient der Integration der psychosozialen Versorgung in den Gesamtbereich der Medizin.

Der im Klinikum Augsburg fest integrierte psychiatrische Liaison- und Konsiliardienst unserer Klinik leistet pro Jahr weit über 2000 Patientenkontakte. Das Bezirkskrankenhaus Augsburg verfügt nunmehr über 260 vollstationäre und 32 teilstationäre Plätze, die die psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung der Stadt Augsburg und von Teilen der Landkreise Augsburg bzw. Aichach-Friedberg sicherstellen. Die Klinik ist mit allen nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet.

Seit 1. Januar 2008 gehört das BKH Augsburg zum Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Schwaben.

Seit Bestehen des BKH ist Prof. Dr. Max Schmauß der ärztliche Direktor. Seit Anfang 2003 ist Georg Oppermann Pflegedirektor, seit Anfang 2008 ist Thorsten Schreiner Regionalleiter.


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